Yogaarten - TriYoga
| GründerIn: | Yogini Kali Ray (Kaliji) | ![]() |
| Schwerpunkt: | TriYoga Flows (Prasara), eine komplette Hatha Yoga Methode, ist die Vereinigung von Asana = Haltung, Pranayama = Atem und Mudra = Fokus, Handhaltung. | |
Der Ursprung der TriYoga Flows
Yogini Kali Ray (Kaliji) ist Begründerin von TriYoga®, der Kunst und Wissenschaft von YogaFlow®. Entstanden ist TriYoga durch Kaliji´s direkte Erfahrungen und das intuitive Wissen, das durch den inneren Fluss der Kundalini erwacht. Am 5. Januar 1980 erwachte Kriyavati Siddhi in Kaliji und manifestierte sich als anmutiger und kraftvoller Flow von Asana, Pranayama und Mudra. Dadurch inspiriert hat Kaliji Hatha-Yoga Asana, Pranayama und Dharana von Basics bis Level 7 systematisiert und so die umfassende TriYoga Methode entwickelt.
Die Kunst und Wissenschaft des YogaFlow®
TriYoga repräsentiert den harmonischen Fluss des dreifachen Prinzips (Trinity), das jeder Schöpfung innewohnt. Die universelle Energie manifestiert sich als die Trinity in der Unendlichkeit mit den dreifachen Energien der Seele, Sat-Cit-Ananda (Sein, Wissen, Glückseligkeit).
Damit die universelle Energie mühelos fließen kann müssen diese drei Formen ausgeglichen sein. Yogapraxis harmonisiert diese Trinity, was der Energie das Fließen ermöglicht. Der erhöhte Energiefluss erweckt im Bewusstsein höhere Erkenntnisebenen.
Die Essenz von Sadhana ist die Hingabe an den universellen Fluss. Egal welche Mittel oder Methode man anwendet, die universelle Lebensenergie, Prana, erfordert ein freies Fließen, denn nur im Flow hat sie die Macht den Praktizierenden zu reinigen, zu erhalten und zu verändern.
Alte Yogis verwendeten Sri Cakra (ein zentrierten Dreieck, umgeben von 42 weiteren Dreiecken) als ihr Yantra, um sich auf die universelle Trinity zu konzentrieren. Ihre ursprüngliche Gottheit war Trimurti, mit drei Formen: Brahma, der Schöpfer; Visnu, der Erhalter; und Siva, der Umwandler. Die weiblichen Formen dafür waren Sarasvati (Wissen), Laksmi (Glückseligkeit) und Kali (Reinigung). Die verschiedenen Formen der Trinity hatten unterschiedliche Namen, aber es war immer spiegelte sich darin die universelle Trinity wider.
Verschiedene Yoga-Methoden können sich auf eine bestimmte Trinity konzentrieren. So konzentriert sich der Yoga bei der Pranayama-Praxis auf den Fluss von Einatmung, Atemrückhaltung und Ausatmung. Im Mantra-Yoga besteht die Trinity aus Klang, Ausgestaltung und Bedeutung; und in der Philosophie ist sie die Einheit von Körper, Geist und Seele.
Hatha-Yoga basiert ganz genauso auf der Trinity von Asana, Pranayama und Mudra. Um durch diese Yogaform Energien zu erwecken ist es nötig, dass diese Trinity in Einheit fließen kann.
Yogasana
Unsere prinzipielle Wirbelsäulenausrichtung kann mittels vier Kurven beschrieben werden. Die Lenden- und Halswirbelsäule sind nach innen gebogen, das Kreuzbein und die Brustwirbelsäule nach außen. Zusätzlich zu dieser natürlichen Ausrichtung, wo die Wirbelsäule gerade erscheint, unterscheiden wir vier primäre Bewegungsrichtungen: Flexion (Vorbeuge), Extension (Rückbeuge), Rotation (Drehung), und lateral (seitliche Beugung).
Um den Flow von einer Position in die nächste zu erhalten, bewegt sich die Wirbelsäule in einer der vier Bewegungsrichtungen, oder sie bleibt in der prinzipiellen, natürlichen Ausrichtung.
Wenn man von einer Rückbeuge zu einer Vorbeuge „fließt, so rollt man Wirbel für Wirbel, entweder auf- oder absteigend, während man der natürlichen Welle der Wirbelsäule folgt.
Damit der Flow erhalten bleiben kann, kommt man aus einer Rückbeuge (Extension) immer in eine Vorbeuge (Flexion) und umgekehrt. Ein Bespiel wären die zwei Bewegungen der „Cat“ Position: In „Cat“ ist die Wirbelsäule in einer leichten Rückbeuge. Während der Ausatmung beginnt man von der Basis der Wirbelsäule aus, Wirbel für Wirbel in eine Vorbeuge (Flexion), genannt „Cat Tuck“, zu bewegen. Um zu „Cat“ zurückzukommen beginnt man mit der Einatmung wieder an der Basis der Wirbelsäule und „fließt“ von der Vorbeuge (Flexion) Wirbel für Wirbel zurück in die leichte Rückbeuge (Extension).
Zusätzlich zur Wirbelsäulenwelle fließt auch der ganze Körper. Um den Flow aufrecht zu erhalten, behält man „relaxation-in-action“ (Entspannung-in-Aktion) und die Ausrichtungen, die in beiden Positionen gleich sind, bei. Man verbindet jede Position mit der nächsten, lässt den Flow von einer zur nächsten zu und löst so eine Position in die nächste auf. Dabei wird nur bewegt, was bewegt werden muss, um Energie zu sparen.
Präzise Ausrichtungen unterstützen die natürliche Ausrichtung des Skelettsystems. Mit dieser starken Basis kann der Körper im Flow entspannen. Wenn man in den Flow eintritt wird Prana erhöht, was den inneren Flow erweckt.
Pranayama
Der Begriff Prana ist abgeleitet von „pra“, was soviel wie fortlaufend, und „na“, was soviel wie Bewegung, bedeutet.
Man erhält einen rhythmischen Atemfluss (Svara) bei und indem die Luft fließt, beruhigen sich Körper und Geist. Der Körper und der Atem werden synchronisiert, sodass die Bewegungen in einem anmutigen und rhythmischen Tempo ausgeführt werden. Der Luftstrom ist konstant, sowohl bei der Einatmung (Puraka), als auch bei der Ausatmung (Recaka) – er wird weder beschleunigt, noch verlangsamt.
Die einzelnen Atemzüge werden verlängert, da die Ausdehnung des Atems die Lebensenergie erhöht, wodurch pro Minute eine geringere Zahl von Atemzügen nötig ist. Yogis geben an, dass eine Verringerung der Anzahl der Atemzüge pro Minute die Lebensspanne erhöht. Tiere, die eine schnellere Atmung haben, weisen eine geringere Lebensspanne auf als jene, die weniger Atemzüge pro Minute benötigen.
Der Atemfluss während der fließenden Bewegungen sollte dem Samata Vayu Verhältnis von 1:1 entsprechen (Einatmung dauert genauso lange wie Ausatmung). Werden Positionen gehalten, so ist das angestrebte Verhältnis von Einatmung zur Ausatmung 1:2. Dieser Flow von 1:2 entspricht dem Verhältnis von Aktivität zu Ruhe unseres Herzschlages. (Hier ist die Ruhephase des Herzmuskels 2x so lang wie die Kontraktionsphase.) Die Einatmung ist die aktive Phase der Atmung, während die Ausatmung der Ruhephase entspricht. Bevor man dieses Verhältnis erreichen möchte, sollte man aber eine weiche, gleichmäßige Atemweise, ohne Unterbrechungen erlernen.
Mudra
So wie Handgesten die äußere Kommunikation unterstützen, unterstützt Mudra die innere Kommunikation.
Hasta (Hand) Mudras werden entweder gehalten oder fließen von einem zum nächsten. Werden Hasta Mudras mit Position und Atmung synchronisiert, so werden die Trinity-Energien versiegelt und gebündelt. Es gibt viele verschiedene Hasta Mudras, die man während der Yogapraxis verwenden kann.
Bei geöffneten Augen wird das Trataka-Mudra, ein entspannter Blick auf einen Fixpunkt, verwendet. Bei geschlossenen Augen verwendet man das Bhrumandhya Mudra, wobei der Blick auf das Ajna Cakra (der Raum zwischen den Augenbrauen) gerichtet wird. Beide Augen-Mudras dirigieren den Fluss der Energie nach oben.
Der Flow von Yogasana, Pranayama und Mudra bringt Prana ins Gleichgewicht; das Fundament jeder körperlichen, geistigen, und spirituellen Entwicklung. Die Essenz ist der Flow. Wie ein Fluss in den Ozean fließt, so fließen wir aus der Quelle und wieder dorthin zurück.
Larissa Snour



