Yogaarten - Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan


GründerIn: Yogi Bhajan    
Schwerpunkt: je nach Thema einer Yogastunde - Wirbelsäule, Atmung, Herz, Kreislauf, Nerven, Bauch, Stress, Sexualität, Frausein, ...

Siri Singh Sahib Bhai Sahib Harbhajan Singh Khalsa Yogiji
geb. 26.8.1929 in Kot Harkarn (Indien, jetzt Pakistan), gestorben 6.10.2004 in Espanola (Neumexiko, USA), Meister des Kundalini Yoga und letzter Mahan Tantrik, hat die uralten Techniken in jungen Jahren gelernt, erfahren und gemeistert.
Seit 1969 lebte er im Westen und hat dieses Wissen an viele Menschen weitergegeben.
Von Neumexiko aus ist ein großes Netzwerk entstanden mit Kundalini Yoga für alle Menschen, spezielle Übungsreihen für Männer, Frauen, Schwangere, Kinder... sowie vieles mehr wie z.B. Sat Nam Rasayan, Yogamassage (yogische Heilmethoden), Numerologie, Yoga Festivals, Weißes Tantra, ...

Kundalini Yoga basiert auf dem klassischen Yoga nach Patanjali und ist doch sehr anders als übliches Yoga. Im Vergleich zu Hatha Yoga, in dem Sanskrit (hl. Sprache im Buddhismus) verwendet wird, ist es hier Gumurkhi (hl. Sprache der Sikhs). Auch sind die meisten Übungen dynamischer weil hier stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie eingegangen wird.
Die Atmung hat einen zentralen Stellenwert und trägt viel zum Erfolg des Schwerpunktes einer Übungsreihe bei. Sie zentriert nicht nur in der Meditation sondern ist auch bei Ausdauerübungen hilfreich. Langer tiefer Atem und Feueratem sind die am meisten verwendeten Atemformen und für jedermann schnell erlernbar.

Begonnen wird eine Yogastunde mit einem Mantra, dann folgen Asanas (Körperhaltungen) mit Atemführung, Bij-Mantra (oft: Sat Nam) und Konzentrationspunkten die zu einem Set (Kriya oder Übungsreihe) gehören. Diese Abfolgen sind von Yogi Bhajan zu verschiedenen Anlässen unterrichtet, mitgeschrieben und gebunden worden. Yogalehrer, die nach Yogi Bhajan unterrichten müssen diese Reihenfolgen einhalten damit gewährleistet ist, dass die gesamten Übungen auch den entsprechenden energetischen Schwerpunkt erreichen. Im Unterricht haben Yogalehrer aus diesem Grund auch immer diese schriftlichen Unterlagen neben sich. Eine Übung beginnt für die ganze Gruppe gleichzeitig und endet meistens nach Ablauf einer bestimmten Zeit (2-3 Min.) auch für alle gleich mit einem gemeinsamen tiefen Einatmen (egal wie oft der einzelne Übende die Bewegung geschafft hat). Nachspüren richtet sich nach der vorigen Übung, sollte aber nach jeder 3 Übung sein. Nachdem alle Punkte eines Kriyas erlebt wurden, kommt die lange tiefe Entspannung (10 Min.) und die Aufwachübungen bevor die Meditation beginnt.
Yogi Bhajan hat viele verschiedenste Meditationen unterrichtet. Von der ganz stillen Atembeobachtung mit oder ohne Mudra (Handhaltung) zur Celestial Communikation mit Bewegung, Stimme (Mantra) und Konzentrationspunkten gibt es eine wirklich breite Auswahl an Bedürfnissen für die diese Meditationen hilfreich sind. z. B. für starke Nerven, für Intuition, für Harmonie, für Frauen, gegen Ausgebranntsein ...
Beendet wird mit die Einheit mit einem gemeinsamen Segenslied (in engl.Sprache) und dem Mantra SAT NAM.

Heftig unterrichtet kann es schweißtreibend wie Power Yoga sein, sanft angeleitet erinnert es an Atemübungen mit Bewegung - je nachdem welches Kriya und welcher Schwerpunkt gewählt wurde. Auswahl gibt es genug und für jeden ist etwas dabei.

Generell, so finde ich, unterstützt Kundalini Yoga die Wahrnehmung meiner Eigenverantwortlichkeit wie heftig ich die Übungen mitmache und was meinem Körper jetzt gut tut. Gerade dieses Hineinspüren und Verantwortung für mich zu übernehmen, obwohl es im geschützten Rahmen einer vorgegebenen Übungsreihe ist, hat mich immer schon für dieses Yoga begeistert. Die Dynamik, mit der ich mich über schwierige Bewegungen „schummeln“ kann und trotzdem wirken sie in ihrer Gesamtheit, liegt mir sehr. Ich persönlich eigne mich nicht wirklich für Balancehaltungen und langes Verharren - ich habe mehr zu tun, gerade zu bleiben als meine Energien zu spüren. Der gemeinsame Anfang und das gemeinsame Ende einer Übung nimmt mir auch viel Stress wenn ich manchmal länger brauche in einer Position. Deshalb bin ich froh, dass es dieses Yoga gibt, bei der ich bewegend trotzdem zur Ruhe komme und beim langen Entspannen vieles loslassen kann was in der Meditation umgewandelt wird. Meine Belohnung ist am Ende eine angenehme Wachheit und innere Freude.

über mich
Auf meinem Yogaweg habe ich mich Dingen gestellt und bin ich in Neues hineingewachsen, das mich immer noch verblüfft. Irgendwann folgte eine intensive Beschäftigung mit anderen Yogaarten und die Überzeugung, dass jedes Yoga einen anderen Schwerpunkt hat und alle gemeinsam ein breites Spektrum an Bedürfnissen und Zugängen abdecken. Für mich ist „Yoga“ ein Begriff geworden, der nicht an "meinem" Yoga Halt macht, sondern mehr ist.
Ich finde, dass Yoga als Gesamtheit sehr vielseitig ist. Es bietet wirklich für jeden Menschen das Richtige - die Suche nach der persönlichen Nummer EINS bleibt allerdings niemandem erspart.

Erika Steiner

May the long time
Sun shine upon you
All love surround you
And the pure light within you
Guide your way on

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