Yogaarten - Hatha Yoga
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| Schwerpunkt: | körperliche und seelische Balance, Lösung von Verspannungen in den Muskeln. | |
Was ist Hatha Yoga? Wie entstand er?
Genau diese Fragen habe ich mir und anderen vor ca. 5 Jahren auch gestellt. Zu meiner Überraschung habe ich darauf weit mehr als eine Antwort erhalten. Ich habe versucht, mich durch den Dschungel der verschiedenen Yogabezeichnungen (Richtungen) zu kämpfen, diese Menge an Informationen zu katalogisieren, in ein meiner Kultur entsprechendes System zu pressen. Schubladentaktik!
Doch diese Arbeit haben sich schon viele vor mir gemacht, und so bin ich auf verschiedenste solcher Systeme gestoßen. Jedes für sich ein Meisterwerk westlicher Kultur. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass sich der Yoga nicht in Rahmen zwängen lässt, dass die verschiedenen Wege keineswegs voneinander getrennt sind sondern ineinander übergreifen, sich sogar ergänzen.
Über die Entstehung des Hatha Yoga gibt es ebenso viele Theorien wie Yogaschulen in Indien.
Und - ohne wirklich zu wissen, was Hatha Yoga ist - habe ich in dieser ersten Phase meines Yogaweges zwei, meiner Meinung nach, sehr wichtige Lektionen des Yoga gelernt.
Toleranz: gegenüber anderen Anschauungen
Akzeptanz: Dinge hinzunehmen die sich nicht ändern lassen
Die nun dargestellte Geschichte des Hatha Yoga erhebt somit keinen Anspruch auf alleinige Gültigkeit, ist jedoch von mehreren Autoren ebenso erzählt worden.
RAJA YOGA
Dem weisen Patanjali ( ca. 2 Jhd. V. Chr. Oder nach anderen Quellen 4. Jhd. n. Chr.) wird nachgesagt, der Urheber der Yoga Sutras (Lehrsätze des Yogas) zu sein. In diesen Lehrsätzen wird erstmals der Yoga als Weg zur Befreiung des eigenen Selbst, schriftlich dargelegt. Er dürfte sich aber auf Angaben berufen, die teilweise noch viel älter sind. In diesem 8 gliedrigen Yogaweg des Patanjali (Raja Yoga) wird nur eine Asana (Körperhaltung) erwähnt, nämlich der Lotussitz.
HATHA YOGA
Im Vergleich dazu kennt der Hatha Yoga unzählige Asanas. Ein berühmter Religionswissenschaftler und Autor mehrerer Bücher über Patanjali ist der Meinung, dass all diese Körperhaltungen früher nur dazu gedient haben, um für die Dauer einer Meditation 1 bis 3 Stunden im Lotussitz verweilen zu können! Man könnte daher meinen, Hatha Yoga ist lediglich eine Methode, den Körper zu trainieren.
Doch schon der Name Ha-Tha Yoga zeigt, dass es dabei um mehr geht. „Ha“ steht für Sonne, „Tha“ für den Mond, Yoga wird heute allgemein mit „ verbinden“ und „zusammenführen“ übersetzt.
Auf den Menschen bezogen bedeutet dies nun eine Verbindung der solaren und lunaren Energien im Körper, bzw. Verbindung der gegensätzlichen Energien Prana und Apana, bzw. Verbindung Körper und Geist, Individuelles Selbst (Atman) mit dem Absoluten (Brahman),...
Man kann auch davon ausgehen, dass die alten Weisen schon zu früheren Zeiten die positiven Wirkungen des Hatha Yoga, mit seinen vielen verschiedenen Körperhaltungen und Atemübungen, gekannt haben.
Die Grundlagen des Hatha Yoga wurden in der Hatha Yoga Pradipika von Swatmarama ( 16. Jhd.), der Siva Samhita und der Geranda Samhita aufgezeichnet. Auch hier weiß man, dass die beschriebenen Praktiken älteren Datums sind. Etwa im 8. Jhd erschien der Hatha Yoga auf der Grundlage der tantrischen Philosophie. Ziel war es, durch das Üben mit Gott in Verbindung zu treten, durch Asanas, Atem- Reinigungs- und Konzentrationsübungen wieder zu entdecken, dass der Mensch Teil des Göttlichen ist, bis letztendlich das individuelle Selbst im Göttlichen aufgeht.
Das zeigt uns, dass der Hatha Yoga keineswegs nur ein Yoga des Körpers ist, sondern ein ganzheitliches Übungssystem, welches das Leben eines Menschen grundlegend verändern und zum Positiven beeinflussen kann.
Je nachdem welche Schule man besucht, bzw. welchen Yogalehrer man hat, baut sich der Unterricht recht unterschiedlich auf. Daher sollte man als Neueinsteiger ruhig wählen, was zu einem passt.
Ich versuche in meinen Kursen auf jeden Schüler einzugehen, bei Beschwerden Alternativen anzubieten und versuche die Teilnehmer zu täglicher Praxis zu ermuntern. Ich bin davon überzeugt, dass Yoga für alle Menschen geeignet ist, egal ob groß oder klein, Kind oder Greis.
Vor Allem aber sollte Yoga Spaß machen!
Gerhard Fenz
Was ist Hatha-Yoga?
Die körperlichen Yoga-Übungen - Asanas genannt - führen zu einer sanften Dehnung die die Gelenke, Musklen, Bänder, Sehnen und andere Teile des Körpers beweglicher macht. Asanas stärken das Nervensystem, fördern die Durchblutung und lösen Anspannungen. Wenn sie langesam und nciht forciert ausgeführt werden, dienen sie nicht nur der Stärung des physischen Körpers, sondern fördern auch die seelischen und spirituellen Fähigkeiten.
Gerhard Gutenbrunner





