Yogaarten - Ashtanga Yoga


GründerIn:    
Schwerpunkt: Finden der eigenen Balance durch Körperübungen die die Muskeln lockern und dehnen

1. Ashtanga Yoga

Texte zu Ashtanga Yoga von Stefan Provaznik, Michel Kretzer, Reinhard Scholze

Astanga setzt sich zusammen aus „Asta/Ashta“ = acht und „anga“ = Glied.
Die Grundregeln zu den 8 Gliedern des Yoga gehen zurück auf die Sutren des Patanjali: Yama, Niyama, Asana, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi

Es gibt verschiedene Stufen im Astanga Yoga. Beginnend mit Anfängerstunden über Astanga Vinyasa Yoga bis zu Mysore und Style Stunden.

Astanga Vinyasa Yoga ist eine kraftvolle und dynamische Yogaform, bei der eine definierte Sequenz von Körperstellungen (Asanas) geübt wird. Mit der speziellen Atmung (Ujaii Pranayama) verbunden, bildet sie das Atmungs-Bewegungs-(Vinyasa) System.
Die durch die Praxis entstehende Hitze verbrennt Schlacken, reinigt und stärkt den Körper. Mit dem Focus auf die Konzentrationspunkte (Drishtis), der gleichmäßigen Atmung und dem Wiederholen der fixen Abfolge wird die Praxis zu einer Bewegungsmeditation.

Stefan Prowaznik

Die Einschränkungen unseres Wesens beruhen auf der irrigen Annahme, dass wir ein Körper sind, der, von anderen Körpern getrennt, um sein Überleben kämpfen muss.

Alle Gefühle, die wir als „negativ“ bezeichnen, sind die Folge dieses Wahrnehmungsmodells (Konkurrenz, Haß, Einsamkeit, Trauer)

Ashtanga Yoga ist die schrittweise und systematische „Dekonditionierung“ von Körper und Geist mit dem Ziel das volle kreative Potential unseres Wesens zu entwickeln.

Michel Kretzer

Raja Yoga oder Ashtanga Yoga

In alter Zeit wurde Wissen nur mündlich weiter gegeben, wie es im Veda und den Upanisads überliefert wird. Heute ist das leider nicht mehr möglich, deshalb wenden wir uns bei der Wissensvermittlung den schriftlichen Überlieferungen zu, um die Vergangenheit zu erschließen.

Der Raja Yoga oder königlicher bzw. klassischer Yoga der Patanjali zugeschrieben wird, ist heute weit verbreitet unter dem Namen Ashtanga Yoga. Ashtanga heißt achtgliedrig und dieser Yoga beruht auf der Praxis von acht aufeinander folgenden Stufen, die im zweiten Teil der Yoga Sutras aufgezeichnet sind.

Er erfasst alle Persönlichkeitsaspekte des Menschen und hat integrierende Wirkung. In einer Welt des ständigen Wandels führt er den Weg zur Identifikation mit dem höchsten Bewusstsein. Die Yoga Sutras gliedern sich in vier Kapitel oder Padas (Teile) und behandeln die Kunst, die Wissenschaft und die Philosophie des Lebens.

Das erste Kapitel beschäftigt sich mit Samadhi, das zweite mit den Mitteln (Sadhana) zur Verwirklichung des Yoga, das dritte zählt die Kräfte (Vibhuti) auf, die der Yogi und die Yogini auf seinem/ihrem Weg empfängt und das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Absoluten (Kaivalya):

Die Inhalte der Padas können so verständlich dargestellt werden:
Samadhi-Pada - über Kontemplation
Sadhana-Pada - über das Üben
Vibhuti-Pada - über Eigenschaften und Fähigkeiten
Kaivalya-Pada - über Erlösung und Freiheit

Die vier Padas entsprechen den drei Gunas oder Qualitäten der Natur und einer vierten Qualität:
weiß, rein - sattva
tatkräftig, energievoll - rajas
träge, dunkel - tamas
jenseits von den dreien - guna-atita

Die 8 Aspekte oder 8 Stufen des Ashtanga Yoga sind (im zweiten Kapitel, Sadhana-Pada der Yoga Sutras werden die acht Aspekte des Yoga beschrieben):

Yama - ethische Werte allgemeiner Gültigkeit
Niyama - Selbsterfahrung des eigenen Verhaltens
Asana - Stellung/Haltung
Pranayama - Energie- bzw. Atemregulierung
Pratyahara - Zurückziehen der Sinne
Dharana - Konzentration
Dhyana - Meditation, Verschmelzung
Samadhi - Zustand von Bewusstheit und Lebendigkeit

Reinhard Scholze

Nach oben Zurück